Evangelische Kirchengemeinde Calau
29.01.2012 10:00 Uhr Gottesdienst in der Landkirche mit Abendmahl
30.01.2012 19:00 Uhr Männerkreis im Gemeindehaus, Kirchstr. 32
Herzlich Willkommen bei der Evangelischen Kirchengemeinde Calau
Kirchen sind Orte der Stille, aber auch Orte der Begegnungen. In unserer Gemeinde gibt es die verschiedensten Gruppen von der Christenlehre bis zum Seniorenkreis. Es gibt Chöre und Gesprächskreise. Man kann dabei sein und mitmachen oder auch zuhören und zusehen. Schauen Sie doch einfach einmal bei uns rein! Ihre Pfarrerin Kathrin Schubert.
Bilder von der Goldenen und Diamantenen Konfirmation: hier klicken
Jahreslosung 2012 2. Korinther 12,9
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Liebe Gemeinde!
In diesem Satz der diesjährigen Jahreslosung fasst Paulus seine Erfahrungen mit Gott zusammen. Er kann es so sagen, dass er sich von Gott angeredet fühlt. Kraft, die ihm zugewachsen ist, Energie und Mut, die er in sich entdeckt hat, kann Paulus als Kraft Gottes erkennen. Auf sie vertraut er. Sie lässt ihn in Situationen, in denen Paulus mit Schwachheiten konfrontiert ist, nicht allein. Gott lässt Paulus etwas erleben, das ihn verändert. Sein Selbstbild wandelt sich. Auf einmal traut er sich etwas zu. Seine Krafterfahrung ist Frucht des Vertrauens in einen Gott mit Gesicht und Geschichte. Gott ist schließlich kein Unbekannter, kein vages Gefühl.
Paulus kennt die Geschichte Gottes mit seinem Volk und die Geschichte Jesu von Menschenliebe, Leiden und Getötet werden, in die sich Gott voll hineingegeben hat.
Der Apostel scheint erfahren zu haben, wie dicht Schwachheit und Kraft beieinander liegen. Er hatte ja starke Seiten. Er kam bei vielen mit seiner Predigt an. Auf seinem Weg lagen Gemeindegründungen, er baute ein Netzwerk von Mitarbeitern auf, er überschritt Grenzen.
Trotz der Erfolge, trotz der vielen Stärken, begleiteten Schwachheiten seinen Weg. Da ist der ständige Widerstand von Leuten, die keine christlichen Gemeinden an ihrem Ort haben wollen. Paulus wird mehrfach verhaftet, gefoltert und mit dem Tod bedroht. Dazu kommen die Auseinandersetzungen in den Gemeinden, auch in der korinthischen Gemeinde. Er muss darum kämpfen, als Apostel anerkannt zu werden. Seine Gesundheit macht ihm auch zu schaffen: Paulus hat eine Art Behinderung, welche lässt sich heute nicht mehr klären. Er schreibt den Korinthern rätselhaft von einem Pfahl im Fleisch. Das bedeutet, er muss mit bestimmten Beschwerden leben.
Er leidet unter Schwachheiten, da wird nichts beschönigt. Er ist nicht immer stark. Gegenüber den Korinthern verzichtet er darauf, immer der Starke sein zu wollen. Paulus gesteht ein, dass vieles ihn schwach erscheinen lässt.
Auch wir heute erleben Schwachheit. Wir gestehen sie nicht gern ein, aber doch erfahren wir sie in den verschiedensten Lebenssituationen.
Doch erleben wir auch immer wieder, wie uns in schwierigen Situationen Kräfte zuwachsen, mit denen wir nie gerechnet hätten. Dass wir Mut bekommen, Dinge anzugehen, von denen wir nie geglaubt hätten, dass wir das schaffen werden.
Der Kraft Gottes dürfen wir auch wieder in diesem Jahr voll und ganz vertrauen. Und mögen wir in allen großen und kleinen Krisen seine Möglichkeiten sehen, die Möglichkeiten des Gottes, der das Leben gibt und das Leben liebt und der zu uns spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Kathrin Schubert, Pfarrerin.


